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04.03.2021, 21:24 Uhr
„Attraktiver Lebensraum ist kein Luxus“
Pressemitteilung vom 25.02.2021
 

Die CDU-Ratsfraktion hatte die Erstellung eines Beleuchtungs-Masterplans für die Altstadt gefordert – Plätze und historische Gebäude in der Altstadt gewinnen, wenn man sie entsprechend in Szene setzt.

 

„Wir richten den Fokus weiter auf die Entwicklung einer zeitgemäßen Stadtbeleuchtung“, führt CDU-Fraktionschef Norbert Schecke aus und zeigt sich ein wenig irritiert über Aussagen aus der Politik im letzten Kulturausschuss. Und weiter: „Es geht hier nicht um eine kurzfristig angelegte Maßnahme. Licht spielt seit Jahren, eigentlich schon seit Jahrzehnten, eine zentrale Rolle mit hoher Symbolkraft, welche zunehmend ein Imagegewinn für Städte darstellt und die Aufenthaltsqualität deutlich steigert.“  

 

„Genau hier ist unser Ansatz, denn eine gute Illumination weckt Interesse, lockt Besucher und wirkt sich dadurch unmittelbar auf Wirtschaft und Handel aus“, ergänzt Pascal Bothe als Mitglied des Wirtschaftsausschusses. In anderen Städten ist Lichtplanung seit langem ein wichtiges Instrument des Stadtmarketings. Dies sei ein konkreter Ansatz, den Politik verfolgen könne, um Innenstädte attraktiv zu machen. „Wieso sollte das in Goslar anders sein?“ fragt sich die CDU, wenn nachgewiesen ist, dass Licht die Lebensqualität und die Lebensart der Bürgerinnen und Bürger sowie soziale Kontakte und Kommunikation untereinander fördert. Goslars Altstadt habe einzigartige Bauwerke, die man im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht rücken muss. 

 

„Wir haben aktuelle Beispiele dafür, dass Lichtinszenierung ein wichtiges Element zur Darstellung von Gebäuden ist, wenn man auf die Gestaltung der neueren Hotels blickt. Dieses sollte aus unserer Sicht auf Plätze und auf historische Gebäude in unserem Weltkulturerbe ausgedehnt werden,“ so Bothe weiter.

 

„Wir reden hier auch nicht von einer ad hoc-Aktion, sondern von einer von Fachleuten geprägten Lichtplanung, die über die Jahre wachsen kann, aber einem schlüssigen Konzept folgt“, meint Schecke und zielt darauf ab, dass Einzellösungen eher kontraproduktiv wirken. (Anmerkung: gerne verweise ich auf das Planungsbüro StudioDL in Hildesheim, mit denen ich hierzu am 04.03.2021 ein Gespräch hatte).

 

Eine Umsetzung könnte zum Beispiel im Kontext mit Einsparungen bei den Beleuchtungskosten vollzogen werden, so dass der städtische Haushalt auf Dauer sogar entlastet wird. 

 

„Es ist für uns auch nicht schlüssig zu sagen, wir müssen den Einzelhandel stärken und die Menschen in unsere Innenstadt locken, andererseits gerade in den Abendstunden den Faktor Licht auszublenden oder bildlich gesprochen auszuschalten“, stellt Bothe fest.

 

Schon vor Corona war der Wunsch des Einzelhandels, aber auch aus der Bürgerschaft, zu vernehmen, die Attraktivität unserer Innenstadt nach Umbau der Fußgängerzone weiter zu steigern. Schecke weiter: „Neben den geschaffenen Pflanzcontainern, die gerne noch mehr werden dürfen, sehen wir eine sensible Illumination als weiteres Highlight zur Präsentation unseres Stadtbildes. Licht kann mit geringem Aufwand die Besonderheiten unserer Stadtgeschichte hervorheben, bei guter Planung und eingesetzter Technik ökonomisch und auch ökologisch wichtige Effekte erzielen.“

 

Die CDU erinnert daran, dass 2016 mit der Kaiserpfalz begonnen werden sollte, man aber über erste Gehversuche bis heute nicht weitergekommen ist. In Kürze kommen mit dem umgebauten Rathaus, dem Kulturmarktplatz und dann dem Pfalzquartier weitere Hot Spots hinzu, die nur darauf warten, ins rechte Licht gerückt zu werden. Aber es gilt auch die wertvollen Kleinode erlebbar zu machen und in dunkleren Bereichen ein gesteigertes Sicherheitsgefühl darzustellen. „Und vielleicht könnte auch der Dauerbrenner einer kostenintensiven Weihnachtsbeleuchtung in so einer Planung berücksichtigt werden?“, hoffen Bothe und Schecke.

 

Freundliche Grüße

Norbert Schecke