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26.06.2020, 13:11 Uhr
Goslar ganzheitlich betrachten
Pressemitteilung vom 22.06.2020
 

In den letzten Wochen war der Aufschrei laut, man müsse aufgrund der Corona-Krise (vor allem) Hotellerie und Gastronomie unterstützen. Doch Goslar lebt nicht nur vom Tourismus allein, so wird uns jetzt mit der wahrscheinlichen Schließung Karstadts deutlich vor Augen geführt, dass wir alle Bereiche von wirtschaftlichen Tätigkeiten in unserer Stadt im Blick behalten müssen. Tourismus ohne Einzelhandel funktioniert genauso wenig, wie Handwerk ohne Aufträge von Wirtschaft und Privatleuten.

 

„Wir dürfen nicht nur auf den Tourismus schauen. Das ist einer der wichtigsten Bereiche für unsere Wirtschaft, keine Frage, da zu helfen ist eine Selbstverständlichkeit und Kernaufgabe. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es auch noch viele Arbeitsplätze in Handwerk, Industrie und Handel gibt. Bekleidungsgeschäfte, Bücherläden, Dekoshops oder Reisebüros, um nur einige weitere Beispiele zu nennen, gehören doch genauso zur Angebotsvielfalt unserer Stadt und benötigen gleichfalls Hilfe. Hier sind ebenso Ansätze und Ideen gefragt, wie die Stadt fördern und unterstützen kann.“ Und in einer Stadt wie Goslar mit seinem überdurchschnittlich vielfältigen und vielfachen kulturellem Angebot bedarf es eines besonderen Blicks auf diesen Bereich, der wichtiger Bestandteil unseres Gesamtprodukts ist und in vielerlei Hinsicht unsere Stadt lebens- und besuchswert macht.

 

„Es ist mehr als richtig, nach sämtlichen Strohhalmen zu greifen, die einen Fortbestand von Karstadt in unserer Innenstadt gewährleisten könnten. Das ist man allen Betroffenen schuldig und fraktionsübergreifend darf man sicher sagen, dass es allen Ratsmitgliedern eine Verpflichtung ist.“ so Fraktionsvorsitzender Norbert Schecke, der ein gemeinschaftliches Vorgehen empfiehlt, da dieses auch ein Zeichen von Zusammenhalt in unserer Stadt darstellt. Ein von Oberbürgermeister Dr. Junk bereits organisiertes Treffen der Fraktionsspitzen mit Herrn Ecke und Herrn Voges aus dem Hause Karstadt ist ein solches Signal und wird von der CDU ausdrücklich begrüßt.

 

Da wir aber vielleicht nur geringen Einfluss auf den Konzern oder den Verpächter nehmen können, ist es auch geboten, den Blick nach links und rechts zu richten, um Alternativen prüfen zu können, um bei einer Endgültigkeit der Karstadt-Entscheidung nicht in ein Vakuum zu verfallen.

„Auch dieses sollten wir in der Politik als Verpflichtung sehen und müssen hier schnell den Ball aufnehmen und Ideen, Gedanken und Handlungsweisen absprechen und festzulegen.“
meint Wirtschaftsausschutzvorsitzender Bogisch (CDU).

 

Erfreut ist die CDU daher zum Beispiel über den kurzfristig von der GMG erstellten Imagefilm, der viele positive Akzente Goslars beinhaltet und aufzeigt, wie lebenswert unsere Stadt für uns und unsere Gäste ist. Und so sollten, wenn nicht sogar müssen wir weiter an Perspektiven zur Weiterentwicklung Goslars arbeiten. Die mutigen Entwicklungen der letzten Jahre seit 2011 müssen gezielt weiter vorangetrieben werden. „Viele Einzelhändler in Goslar bieten gute Angebote und sollten sich nicht kleiner machen als sie sind, sie machen den Charme aus, den gerade viele Touristen an Goslar schätzen.“ meint Schecke. 

 

Die personelle Veränderung in der Marketinggesellschaft, die Marketingaktivitäten im Welterbe und ganz aktuell die Schaffung eines eigenständigen Fachbereichs Kultur mit neuer Leitung bieten die Chance gemeinschaftlich und mit großer Kraft die Marke „Goslar“ weiter zu verbessern. Gerade im kulturellen Bereich bietet Goslar ein breites Spektrum und eine Fülle, die im Vergleich seinesgleichen sucht. Dieses Potential sollte als Ergänzung zu unseren Angeboten im Tourismus und Handel berücksichtigt und für ein starkes Goslar eingesetzt werden.