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21.11.2019, 21:03 Uhr
Wiedelahs Sorgen zum Autohof
Erfolgreiche Bürgersprechstunde der CDU mit Ortsvorsteher Michaelis
 

Zur Bürgersprechstunde des Ortsvorstehers Hans-Joachim Michaelis und des Oberbürgermeisters Dr. Oliver Junk am 14. diesen Monats kamen rd. 60 Bürgerinnen und Bürger aus Wiedelah und auch aus Vienenburg. Sie wollten sich aus erster Quelle die neueste Informationen zum Planungsstand für den zukünftigen Autohof an der Wiedelaherstr. und zum Lärmschutz an der A 36 einzuholen. Zu diesem Anlass begrüßte der Ortsvorsteher Michaelis insbesondere Herrn Kai Schimer, Schallgutachter, und Herrn Jens Burmester von der SeiCon Projektplanungs-GmbH, die das Gelände entwickeln will.

Herr Burmester stellt die Planungen für dem Autohof mit einer Tankstelle, für herkömmliche Treibstoffe, und Ladevorrichtungen für Elektromobilität sowie andere alternative Antriebe vor. Entstehen werden auch ein Schnellrestaurant und Servicebetriebe rund um das Auto. Darüber hinaus stehen noch weitere Flächen von 26.000 m² zur Ansiedlung weitere Gewerbebetriebe zur Verfügung. Hierfür gibt es auch schon erste Interessenten. Gewerbeflächen, die, so OB Dr. Junk in seinem Eingangsstatement, für Goslar gebraucht werden. Die Entwicklung des Geländes, so Dr. Junk weiter, geht auf das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept für die gesamte Stadt Goslar“ zurück. In diesem Konzept sind Vienenburg und allen anderen Ortsteile jetzt enthalten und die Umsetzung beginnt.

Die Nachfragen aus der Bürgerschaft zur Entwicklung des Autohof bezogen sich schwerpunktmäßig auf den Schutz vor dem zusätzlichen Lärm.

Deshalb schloss sich nahtlos der Vortag des Gutachters, Herrn Schirmer, zu dem von ihm erstellten schalltechnischen Gutachten an. Er stellte heraus, dass die Lärm-Immissionen, die vom Autohof ausgehen werden, die aktuelle Lärmbelastung von der A 36 nicht wesentlich erhöhen werden. Somit war für die Diskussionsrunde klar, dass hauptsächlich die Problematik „Lärm von der A 36“ angegangen werden müsse. Etliche Bürgerinnen und Bürger brachten hier ihre persönlichen Belastungen und Empfindungen in die Runde ein. Dabei trat auch zu Tage, dass für die Beurteilung der Belastungen von veraltete Daten und Fakten ausgegangen wird. 

Ratsherr Michael Deike brachte an dieser Stelle ein, um das Problem „Lärm“ anzugehen, müssen die zuständigen Landesbehörden beteiligt werden. Um bei diesen Stellen ein Problembewusstsein zu schaffen, hat sich ja bekannter Weise auch schon der Landtagsvizepräsident Frank Oesterhelweg vor Ort erkundigt. Es wird im Februar deshalb auf Initiative von Oesterhelweg ein Gespräch  mit dem Staatssekretär Dr. Berend Lindner im Wirtschaftsministerium in Hannover geben, um auf die Sorgen dort zum Ausdruck zu bringen. Weiterhin wird auf Vermittlung von Oesterhelweg der Präsident der Landesstraßenbaubehörde, Herr Günther Henkenberens, den Bereich Goslar/Vienenburg besuchen, um dann die Situation vor Ort zu erläutern und weiteres Vorgehen besprechen zu können. Über den Termin wird rechtzeitig informiert.

Der Aspekt des veralteten Gutachten mit den überholten Daten ließ die diskussionsfreudige Runde nicht zur Ruhe, sodass der Vorschlag von Herrn  Lars Bornemann breite Zustimmung fand, wie z. B. in Bad Hersfeld praktiziert, auf privater Ebene mit den Messungen jetzt schon anzufangen. Es müssen sich Bürger bereit erklären, Messstationen auf ihren Grundstücken zu installieren und die Daten dann an eine zentrale Stelle zu senden. Wenn Wiedelah im Dezember beginnt, liegen für die Termine im Februar schon Werte vor, über die gesprochen werden kann. Mit diesem Ergebnis war die Versammlung sehr zufrieden. 

Als Randnotizen nimmt OB Dr. Junk zwei Arbeitsaufträge mit in seine Verwaltung. Die Verwaltung soll sich darum kümmern, dass auch in Wiedelah nachts alle Lampe leuchten und nicht nur jede zweite. Ferner soll an Straßen und Gehwegen überprüft werden, wo Hecken von privaten Grundstücken in die öffentlichen Verkehrsflächen hineinragen, exemplarisch genannt wurde die Silcherstraße. Hier soll seitens der Stadt auf die Eigentümer zugegangen werden, um den Missstand zu beheben.

Freundliche Grüße
Michael Deike
Ratsherr, Vorsitzender CDU Ortsverband Vienenburg